Ein guter Züchter...

Ein guter Züchter.....

Seit 1996 züchte ich und bin mit Leib und Seele dabei.
Zu Beginn war ich eine "Hobbyzüchterin", die einen Rüden und eine Hündin hatte, die einfach supertoll, supersüß und überhaupt "die Besten" waren.
Mal im Jahr gab´s Welpen - die auch einfach supertoll und supersüß waren.

Irgendwann wollte ich "richtig züchten", trat in den VDH ein und war nun ein guter Züchter..., denn nur die Züchter im VDH waren die Guten, wurde mir erklärt.


VDH


Der VDH hat viele ihm untergeordnete Vereine, die sich an die Vorgaben des VDH halten müssen.
Dafür gibt es unzählige Ordnungen.
Für den Züchter ist die "Zuchtordnung" die entscheidende zuchtordnungmitdfb.pdf [602 KB]

Die einzelnen Vereine unterliegen diesen Zuchtordnungen, passen diese für die jeweilige Rasse an.

Es steht sehr viel in dieser Zuchtordnung, was bei den Zuchttieren beachtet werden soll, z. B.

bei den Zuchttieren:
das Zuchtalter,
bei manchen Rassen vorgeschriebene Untersuchungen,
Ausstellungen,
Zuchtzulassung,
Impfungen usw.

Bei den Welpen wird vorgeschrieben:
Der Welpe sollte ab der 2. Woche im 2-wöchentlichen Turnus entwurmt werden und
der Welpe sollte in der 8. Woche bzw. vor Abgabe geimpft und gechippt werden usw.


Das war mir nicht genug.

Speziell bei der Rasse Zwergpinscher gab es zu der damaligen Zeit keinerlei Untersuchungen, die vor Zuchteinsatz vorgeschrieben wurden.
Durch die Ausstellungsringe hüpften Hunde mit deutlicher Patellaluxation und Züchter züchteten nachweislich mit epileptischen Hunden (KLICK) sowie anderen Krankheiten, die vertuscht wurden und selbst nach Bekanntwerden wurde von den Verbänden nichts unternommen.

Das stimmte mit dem Bild "guter Züchter" so gar nicht mit dem meinigen überein.

Eigenintiativ begann ich in meiner Zucht ein eigenes Profil zu entwickeln. Ich wollte nicht einen auf Schönheit ausgerichteten Rassestandard, ich wollte einen Gesundheitsstandard für meine Rasse. - Der erste Schritt hierzu war die Langzeitstudie-Hundezucht (KLICK).
Meine Hunderasse sollte gesund bleiben, nicht kaputt gezüchtet werden und so wurden meine Hunde vor Zuchteinsatz regelmäßig untersucht.
Zuerst nur auf Patellaluxation und erbliche Augenerkrankungen, später kamen noch weitere Untersuchungen dazu wie Schilddrüsenerkrankungen, Herzerkrankungen, Untersuchungen auf Lebershunt und der Cola-Test. Meine Hunde sollten soweit wie möglich gesunde Nachkommen bekommen.

Um auch die Nachkommen im züchterischen Auge zu behalten, wird auch heute noch ein jährliches Zwergpinschertreffen veranstaltet. Dort arbeiten 2 Tierärzte, die vom VDH anerkannt sind, und untersuchen die Nachzuchten vom Vorjahr.

Wenn man sich so intensiv mit Hundezucht, Genetik, Krankheiten auseinandersetzt, stolpert man automatisch über Impfschäden, Reaktionen auf Wurmkuren oder SpotOns, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und vieles mehr (KLICK).


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